Kategorie: Berlin, Aktivismus

Festival der Verbotenen Künste

Vom 17. Mai 2007

Hinweis: Verschoben auf Juli, Ort und Datum wird unter www.verbotene-kunst.de bekannt gegeben.Verbotene Kunst
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“Erschaffen bedeutet immer auf etwas anderem aufzubauen. Es gibt keine Kunst, die nicht wiederholt.”

Prof. Lawrence Lessig, Urheberrechtsexperte der Stanford University.
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Am 9. Juni 2007 veranstaltet die Piratenpartei ein Festival der Verbotenen Künste auf dem Bebelplatz in Berlin.
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Kunst ententsteht immer durch Aufgreifen und Verändern bestehender Gedanken, Ideen und Werke. Kunst als kreativer Ausdruck der Persönlichkeit ist niemals frei von äußeren Einflüssen – der kulturelle Schaffungsprozess wird immer von der umgebenden Gesellschaft beeinflusst. Die Dekonstruktion und Rekonstruktion von Kunst schafft neue Kunst. Das Urheberrecht kriminalisiert damit große Teile der zeitgenössischen Kunst.

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Kategorie: Aktivismus, Polizei

German Police is back

Vom 14. Mai 2007

Das gehackte Polizeiforum german-police.de ist seit gestern wieder mit einem neuen Forum online.
Noch immer wartet man gespannt auf die Ermittlungsergebnisse, da laut Forenbetreiber “der Hackvorgang und der Ablauf von Strafverfolgungsbehörden bereits im Anfangsstadium beobachtet und auch dokumentiert worden” war. Interessant dabei ist vor allem dass der Datensatz trotz der angeblichen Beobachtung auch noch viele Stunden später zum Download angeboten wurde.

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Kategorie: Gesellschaft

Nächstenliebe in Rom

Vom 14. Mai 2007

Papst Benedikt XVI. bezeichnet die Gleichstellung von Lesben und Schwulen als “Legalisierung des Bösen” und 500.000 Katholiken folgten ihm vergangenen Samstag zur Demonstration gegen die Homo-Ehe in Rom. Bei dieser Menschenmasse denken wahrscheinlich nun selbst die Veranstalter der Loveparade darüber nach ihren Technoumzug unter dem Motto “Make hetero love - Jesus rules” durch den Tiergarten zu jagen, um die Besucherzahlen wieder konstant halten zu können. Allerdings liessen sich katholische Vereinigungen die Versammlung einiges kosten und investierten etwa zwei Millionen Euro um Menschen aus dem ganzen Land mit Bussen und Sonderzügen einreisen zu lassen.
Würde der sonntägliche Gottesdienst regelmäßig Homophobie statt Bibelgeschichten als zentrales Thema aufgreifen, fänden sich wahrscheinlich auch wieder entsprechend viele Schäfchen zur heiligen Messe ein.
Der dringend empfohlene Link zum Thema: Kirchenaustritt jetzt!

Kategorie: Kapitalismus, Kultur

Angelas kleine Kreativwerkstatt

Vom 14. Mai 2007

Angela Merkel traf sich am 8. Mai zum Plausch mit Vertretern des Internationalen Dachverbands der Musikwirtschaft. Thema war die Musikindustrie als eine der tragenden Säulen der Kreativwirtschaft und deren Probleme bezüglich Urheberrecht und Musikpiraterie.

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Zwei Tonnen

Vom 12. Mai 2007

Genua 2001 bleibt unvergessenStasi 2.0

Kategorie: Stasi 2.0

Terrorismusprohpet Schäuble sperrt weg

Vom 12. Mai 2007

Was die Nazis unter dem Begriff “Vorbeugegewahrsam” verstanden, erlebt nun eine Renaissance unter dem Terrorismusprohpeten Schäuble: Bis zu 14 Tage lang soll weggesperrt werden wer möglicherweise für Unannehmlichkeiten im Rahmen des G8-Gipfels sorgen könnte. Die Betonung liegt hier wohlbemerkt auf “könnte” und genannt wird das ganze heute “Unterbindungsgewahrsam”. Stasi-GefängnisWie willkürlich dies mit Paragraph 129 StGB umgesetzt werden kann verdeutlichten bereits die Großrazzien vor zwei Tagen und “Gefahr im Verzug” kann spätestens dann bestehen sobald die ersten Transparente ausgerollt wurden. Massengefängnisse wurden bereits eingerichtet. Der Sicherheitsterrorismus steht in seiner vollen Blüte. Wir warten gespannt auf die weiteren Schritte des Präventionsstaates. Die zukünftige Vorratsdatenspeicherung wird ihm weitere ungeahnte Möglichkeiten offerieren.

BRD - Bullenstaat, wir haben dich zum kotzen satt!

Vom 10. Mai 2007

BRD - Bullenstaat, wir haben dich zum kotzen satt… war verständlicherweise eine der Parolen mit denen gestern Abend etwa 5.000 Demonstranten ihren Unmut über die zahlreichen Razzien äußerten, die am Vormittag bundesweit in 42 linksautonomen und globalisierungskritischen Einrichtungen statt fanden, welche die Proteste gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm mitorganisieren. 900 Polizisten waren an der Großrazzia beteiligt. Schwerpunkte der Razzien waren Berlin, Hamburg und Bremen. Zahlreiche Computer wurden dabei beschlagnahmt. Den Einsatz begründete die Bundesanwaltschaft mit dem Verdacht gegen Personen, die dem „militanten linksextremistischen Umfeld“ zugerechnet wurden, eine „terroristische Vereinigung gegründet zu haben“ und stützte sich dabei auf den Paragraph 129 StGB. Diesen bemühen sich Schäuble und Zypries übrigens gegenwärtig auch auf Privatpersonen auszuweiten, wonach derartige willkürliche Maßnahmen auch bei jedem einzelnen mutmaßlichen Aktivisten denkbar wären.

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Der deutschen Wirtschaft

Vom 2. Mai 2007

Der deutschen WirtschaftDeutlicher und kreativer kann kaum dargestellt werden dass der Bundestag lediglich noch als Vertretung wirtschaftlicher Interessen und größerer Unternehmen fungiert.
So seilten sich am 27. April 2007 zwei Aktivisten der Gruppe “Geld oder Leben” vom Dach des Reichstagsgebäudes ab und überdeckten die Inschrift “Dem deutschen Volke” mit einem Transparent mit den Worten “Der deutschen Wirtschaft”. Um die Bundestagspolizei abzulenken wurde auf dem Dach des Gebäudes ein Schwächeanfall vorgetäuscht. Kurz zuvor fanden zudem Proteste auf der Zuschauertribüne des Plenums statt, wobei ein Transparent mit der Aufschrift “Die Wünsche der Wirtschaft sind unantastbar” entrollt wurde.

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Ich habe nichts zu verbergen

Vom 29. April 2007

Otto ist 32 Jahre alt und bezeichnet sich als gesetztestreuen Bundesbürger. In seiner Freizeit beschäftigt sich Otto gerne mit Biotopen und Artenschutz. Kürzlich zeigte Otto jedoch auf seiner Homepage ein urheberrechtlich geschütztes Foto einer Stockente. Diese “mittels Telekommunikation begangene Straftat” ermöglicht uns laut Telekommunikationsgesetz einen Blick in Ottos vorrätig gespeicherte Verbindungsdaten:

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Kategorie: Stasi 2.0

Fotografiert - Registriert

Vom 26. April 2007

Mittlerweile wird der Überwachungsapparat fast stündlich ausgebaut und erweitert. So hat nun die Polizei “in dringenden Fällen” Zugriff auf die von der Einwohnermeldebehörde gespeicherten Passbilder. Die Formulierung “In dringenden Fällen” bedeutet an dieser Stelle nichts anderes als Willkür. Da die Polizei auf Demonstrationen standartgemäß mit Videokameras ausgestattet ist, wird in Zukunft theoretisch jeder Teilnehmer mittels Computertechnik identifiziert und in politische Schubladen einsortiert werden können. Doch auch auf öffentlichen Plätzen wird Videoüberwachung permanent ausgebaut. In Ergänzung mit der Vorratsdatenspeicherung, die es ermöglicht das gesamte soziale Netzwerk des Bürgers offenzulegen und über das Surfverhalten ein präzieseres Persönlichkeitsbild zu erstellen als es jedes Tagebuch preisgeben könnte, ist der Mensch damit binnen weniger Wochen gläserner geworden als es sich Datenschützer noch Anfang des Jahres als Zukunftsvision vorstellen wollten.

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