Kategorie: Gesellschaft, Kultur

Streetart im Ferienkommunismus

Vom 28. Juli 2007

Bild von Retinafunk (flickr.com)Nachdem Sprayer dieses Jahr auf der Фузион besonders aktiv waren, hagelte es seitens der Veranstalter, sowie zahlreicher Gäste aussergewöhnlich harte Kritik. Besonders im Fokus stand dabei das Besprühen von Sanitärcontainern, Müllcontainern, Toiletten, dem Luftschloss, dem Spacebar-Dom, anderer Barzelte und verschiedenen Dekoobjekten.
Angemietetes Privateigentum möchte natürlich in dem ursprünglichen Zustand wieder zurückgegeben werden. Das besprühen solcher Objekte ist dumm und respektlos denen gegenüber die sich bemühen das Festival auch für finanziell schlechter gestellte Besucher zu ermöglichen.
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Respektlos ist natürlich auch das Besprühen liebevoll geschaffener Werke anderer Künstler und egoistisch das taggen, zum Beispiel auf die Leinwände der Turmbühne.
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Sehr unglaubwürdig allerdings ist die Фузион, die sich Ferienkommunismus auf die Fahne schreibt, aber die optische Veränderung von Privateigentum auf das schärfste kritisiert, und wiederrum den Besuchern in sogenannten Propaganda-Paks ihre Sprühschablonen mit nach Hause gibt, sowie ihr Logo in der Erscheinungsform eines Stencils präsentiert.
Wie ist das zu verstehen? Etwa dass sich städtische Hausbesitzer bitte nicht so anstellen möchten wegen etwas subersiver Werbung, aber Klovermietungen sich zu Recht beklagen, wenn ihre stinkenden Plastikhäusschen nach Rückgabe nicht mehr in wunderschönem Braun erstrahlen?

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Kategorie: Fundstücke, Polizei

Arschficker mit schwenkbaren Hoden

Vom 11. Juli 2007


Systemfehler - alles umsonst

Vom 26. Juni 2007

Während sich die Nation über Wirtschaftswachstum und Konsumanstieg freut, das ifo-Institut weitere Zuwüchse bis 2010 prognostiziert, und sich der Verbraucher jetzt erst recht mit Plastiktüten durch Shoppingcenter jagen lässt um aktiv an der Wachstumskurve mitzuarbeiten, ist Friedrichshain um eine Konsumalternative reicher geworden.
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In der Scharnweberstraße eröffnete am vergangenen Samstag der Umsonstladen “Systemfehler”. Was nicht mehr gebraucht wird findet dort unentgeltlich einen neuen Besitzer. Das selbstorganisierte Projekt versteht sich als “Teilschritt in eine Gesellschaft, die auf solidarischer Kooperation zwischen den Menschen und nicht auf Konkurrenz und Statusdenken zielt”.
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Systemfehler.info wünscht dem gleichnamigen Projekt viel Erfolg, ausreichend Spenden und einen regen “Umsatz”.
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Systemfehler bei autoorganisation.org

BND-Desktop-Suche

Vom 24. Juni 2007

BND-Desktop-Suche

Zitat

Vom 23. Juni 2007

Wer sich gerade jetzt vor dem Hintergrund der erhöhten Terrorgefahr verweigert, macht sich im Falle eines Anschlages mitschuldig.
Hans-Peter Uhl, innenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zur Kritik der SPD an der geplanten Einführung von Online-Durchsuchungen

Kategorie: Stasi 2.0

Die zentrale Bürgernummerierung

Vom 22. Juni 2007

Erneut bedient sich der moderne Überwachungsstaat nach der Aufnahme von Körpergeruchsproben im vergangenen Monat, einer altbewährten DDR-Methode: Ab Juli 2007 wird in der Bundesrepublik Deutschland erstmals jede Person staatlich mit einem unveränderlichen Kennzeichen in Form einer elfstelligen Nummer zentral erfasst und diese in Kombination mit verschiedenen Personendaten gespeichert.
Als großer Unterschied des Überwachungsapparates der DDR und dem unter Schily und Schäuble neu aufgebauten System, kann neben den erweiterten technischen Möglichkeiten die traurige Tatsache genannt werden dass sich der Bürger damals deutlich über die Maßnahmen bewusst war und heute staatlicherseits wesentlich diskreter operiert wird. So wird auch die numerische Erfassung des Individuums nicht mehr wie in der DDR “Personenkennzahl” genannt, oder als “Personenkennziffer” bezeichnet, wie der Begriff für die Identifizierung von Bundeswehrangehörigen üblich ist. Statt dessen spricht der moderne Staat ganz elegant von der “Steuer-Identifikationsnummer”, die auch in erster Linie Steuerzwecken diene. Dass diese Nummer jedoch bereits bei Geburt vergeben wird und noch bis 20 Jahre nach dem Tod gültig sein wird, lässt stark an der Zweckgebundenheit zweifeln. Und fest steht bereits jetzt: Die Steuer-Identifikationsnummer identifiziert keine Steuern.
Während nach den schlechten Erfahrungen im Nationalsozialismus, der Informationsaustausch der einzelnen Ämter bewusst eingeschränkt wurde, wird das dezentralisierte Meldesystem heute Schritt für Schritt wieder zusammengeführt. Für die reibungslose Abfrage aller personenbezogenen Daten der forcierten zentralen Datenbank, bedarf es nun selbstverständlich auch einer eindeutigen und komfortablen Suchabfrage. In beamtendeutsch heisst dies dass “die Finanzbehörden organisatorisch und technisch fähig sein müssen, die zulässigen Überprüfungen effizient vorzunehmen. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit der Finanzbehörden erforderlich.”
Lernen wir sie am besten gleich fleissig auswendig, denn vielleicht bekommen wir zukünftig bei der Einschulung, der Bankkontoeröffnung, bei der Führerscheinstelle oder der Verkehrskontrolle und vielleicht sogar auf dem Standesamt zu hören: “ihre Steuer-Identifikationsnummer bitte!”

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Kategorie: Stasi 2.0

Null Toleranz!

Vom 31. Mai 2007

Hier mal einen Kaugummi auf die Straße gespuckt, dort mal mit dem Fahrrad über den Gehweg gefahren und morgen vielleicht sogar die geschützte Grünanlage betreten?
Nichts darf ungestraft bleiben. Wo wir ohne die flächendeckende Totalüberwachung und die volle Härte des Gesetzes hinkämen und was die wirklichen Gefahren unserer Gesellschaft darstellen, erklärt uns Bundeskanzlerin Merkel zu heissen Technobeats.
Die CDU bleibt ihren Grundsätze treu. Was sie bereits gegenüber Homosexuellen, Migranten und anderen Minderheiten forderte, fordert sie nun auch bezüglich der inneren Sicherheit: “Null Toleranz!”

Kategorie: Gesellschaft

Menschen, Tiere, Sensationen

Vom 29. Mai 2007

Wir bezeichnen uns als aufgeklärte und zivilisierte Gesellschaft. Doch es genügt ein Blick in das tag-tägliche Fernsehprogramm um schnell zu erkennen was hinter den glitzernden Konsumfassaden der westlichen Welt unter Zivilisation verstanden wird.
Nach Talkshows mit journalistisch tiefgründigen Themen wie “Nenn’ meine Mutter nicht Schlampe”, geht jetzt der Macher der Big-Brother-Reihe Endemol Entertainment in den Niederlanden mit der “Großen Spendershow” auf Sendung, bei der sich die unheilbar krebskranke Lisa entscheiden muss welchem der drei Dialysepatienten sie eine Niere spenden wird. Autos gewinnen langweilt eine übersättigte Gesellschaft - da kann sie noch so zivilisiert sein, und wie es aussieht wenn Menschen 365 Tage lang in einem Container essen, duschen, streiten und ficken weiss mittlerweile auch ein Jeder. Wer Unterhaltung mit Spiel, Spaß und Spannung garantieren möchte braucht wirkliche Schicksale.
Welchem der Kandidaten die kleine Lisa ihre letzte Gabe vermachen wird und für welche Dialysepatienten es leider nicht gereicht hat ins Finale zu kommen, erfahren wir dann wahrscheinlich nach der Werbeunterbrechung.

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Kategorie: Kapitalismus

Wie funktioniert Geld?

Vom 28. Mai 2007

Ja, wie eigentlich? Mit diesem Film in drei Teilen versteht es wirklich jeder.
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Teil 1

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Kategorie: Stasi 2.0

Du stinkst nach Protest!

Vom 22. Mai 2007

Die Sicherheitsbehörden haben sich im Rahmen des G8-Gipfels ja bereits mit der Ankündigung des Unterbindungs- gewahrsams an Nazimethoden aus dem Dritten Reich bedient. Jetzt wurde das Sicherheitsprogramm erneut ergänzt und auch ein bewährtes Stasikonzept aus der DDR aufgegriffen:Selber Terror
“Bei einzelnen Beschuldigten” nahm die Polizei Körpergeruchsproben um Tatverdächtige von Spürhunden wiedererkennen zu können. Da hierbei aussnahmsweise einmal nicht automatisierte Verfahren und digitale Möglichkeiten zum Einsatz kommen, könnte man mit einem ausgeprägten Sinn für Sarkasmus fast geneigt sein in Ostalgie zu verfallen und sich einer Zeit zu besinnen, in der noch Akten und Papierberge Grundlage staatlicher Repression waren und Observationen detailiert und manuell mit der Schreibmaschine festgehalten wurden. Doch das fällt schwer wenn Persönlichkeitsrechte mit Polizeifüßen getreten und Demonstranten mit Hundenasen beschnüffelt werden. Wer terrorisiert hier eigentlich wen? Der Globalisierungskritiker den G8-Gipfel oder der Staat den Bürger?
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Quellen:
tagesschau.de
abendblatt.de

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