Spreeufer für alle!

Vom 21. Oktober 2007

Das Bürgerbegehren gegen die kommerzielle Vereinnahmung des Spreeraums von Kreuzberg und Friedrichshain durch den Investorenverein Mediaspree und die massentaugliche Umstrukturierung der umliegenden Kieze ist erfolgreich gestartet. Bereits nach der ersten Woche konnten 1.700 Unterschriften gesammelt werden. 5.500 sind zur Abstimmung erforderlich. Viel, viel mehr sollen jedoch zusammkommen um das starke Bündnis gegen massenkulturelle und profitorientierte Einheitskultur demonstrieren zu können.
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Wenn du das Projekt “Spreeufer für alle!” unterstützen willst, kannst du dieses pdf ausdrucken, die Rückseite ebenfalls (die Dinger müssen auf Vorder- und Rückseite eines DIN A4-Papiers kopiert werden), deine Nachbarn und Freunde im Kiez unterschreiben lassen und es an einem der folgenden Termine am Stand der Mediaspree-Versenken Leute abgeben:
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  • Mittwochs, 14 Uhr Warschauer Straße / Ecke Revaler
  • Freitags, 14 Uhr Ökomarkt auf dem Lausitzer Platz
  • Sonntag, 13 Uhr Flohmarkt Boxhagener Platz, Krossener/Ecke, Gabriel-Max-Straße
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    Bitte beachte diese Hinweise damit das Bürgerbegehren von den Behörden akzeptiert wird.
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    Mehr Infos gibt es bei www.ms-versenken.org

    Mit Fachkompetenz ins Informationszeitalter

    Vom 29. Juli 2007

    Der folgende kurze Filmbeitrag zeigt sehr schön welche Personen über die wichtigen Fragen und Probleme unserer Informationsgesellschaft entscheiden.
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    Justizministerin Zypries bringt den Entwurf zur Vorratsdatenspeicherung, beschliesst die Protokollierung sämtlicher Verbindungsdaten aller Internetnutzer, weiss aber tatsächlich nicht einmal was ein Browser ist. Diese Leute plädieren für die Online-Durchsuchung, betreiben Politik über geistige Eigentumsrechte und beschliessen die E-Mail-Überwachung, versenden aber selber noch Briefe und Postkarten. Sollten sie nicht besser alle in der Landwirtschaft arbeiten, mit Bauchtanz etwas Geld verdienen, ein Nagelstudio betreiben oder im China-Imbiß Reischips frittieren? Gerne auch in einer KFZ-Werkstatt irgendwas löten oder so, aber um Himmels willen bitte nicht die gesetzlichen Weichen ins Informationszeitalter legen.
    Da der Datenschutzbeauftragte stets unbeachtet im Hinterzimmer Monologe führt, und scheinbar nur wirtschaftlich motivierte Lobbyisten als politische Berater ernst genommen werden, brauchen wir dringend ein längst überfälliges Informationsministerium das entsprechende Fragen und Probleme endlich mit etwas Fachkompetenz beantwortet.
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    Kategorie: Gesellschaft, Kultur

    Streetart im Ferienkommunismus

    Vom 28. Juli 2007

    Bild von Retinafunk (flickr.com)Nachdem Sprayer dieses Jahr auf der Фузион besonders aktiv waren, hagelte es seitens der Veranstalter, sowie zahlreicher Gäste aussergewöhnlich harte Kritik. Besonders im Fokus stand dabei das Besprühen von Sanitärcontainern, Müllcontainern, Toiletten, dem Luftschloss, dem Spacebar-Dom, anderer Barzelte und verschiedenen Dekoobjekten.
    Angemietetes Privateigentum möchte natürlich in dem ursprünglichen Zustand wieder zurückgegeben werden. Das besprühen solcher Objekte ist dumm und respektlos denen gegenüber die sich bemühen das Festival auch für finanziell schlechter gestellte Besucher zu ermöglichen.
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    Respektlos ist natürlich auch das Besprühen liebevoll geschaffener Werke anderer Künstler und egoistisch das taggen, zum Beispiel auf die Leinwände der Turmbühne.
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    Sehr unglaubwürdig allerdings ist die Фузион, die sich Ferienkommunismus auf die Fahne schreibt, aber die optische Veränderung von Privateigentum auf das schärfste kritisiert, und wiederrum den Besuchern in sogenannten Propaganda-Paks ihre Sprühschablonen mit nach Hause gibt, sowie ihr Logo in der Erscheinungsform eines Stencils präsentiert.
    Wie ist das zu verstehen? Etwa dass sich städtische Hausbesitzer bitte nicht so anstellen möchten wegen etwas subersiver Werbung, aber Klovermietungen sich zu Recht beklagen, wenn ihre stinkenden Plastikhäusschen nach Rückgabe nicht mehr in wunderschönem Braun erstrahlen?

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    Kategorie: Kapitalismus, Kultur

    Angelas kleine Kreativwerkstatt

    Vom 14. Mai 2007

    Angela Merkel traf sich am 8. Mai zum Plausch mit Vertretern des Internationalen Dachverbands der Musikwirtschaft. Thema war die Musikindustrie als eine der tragenden Säulen der Kreativwirtschaft und deren Probleme bezüglich Urheberrecht und Musikpiraterie.

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    Zwei Tonnen

    Vom 12. Mai 2007

    Genua 2001 bleibt unvergessenStasi 2.0

    Mehr Potsdamer Plätze

    Vom 23. April 2007

    Eure Stadtumstrukturierung kotzt uns an!Mediaspree ist ein seit 2001 bestehendes Lobbyisten-Netzwerk zahlreicher Investoren in Berlin mit dem Ziel den gesamten Spreeraum mit der Uferpromenade zwischen Jannowitz- und Elsenbrücke privat-kommerziell zu nutzen und die umliegenden Kieze entsprechend umzustrukturieren. Es dient der Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen der beteiligten Großunternehmer; natürlich mit freundlicher Unterstützung von Senat und Bezirksamt. Mitglied kann ausdrücklich nur werden, wer Grundstücksbesitzer oder Investor ist. Dennoch gilt der Verein ironischerweise als gemeinnützig und spricht von “einer langfristigen und nachhaltigen Entwicklung zu einem leistungsfähigen und attraktiven Wirtschafts- und Kulturstandort”.

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    Wir wollen doch nur spielen!

    Vom 31. März 2007

    Killer-SchachUnter dem Slogan “Wir wollen doch nur spielen” veranstaltete die Piratenpartei am 31. März 2007 auf dem Potsdamer Platz in Berlin eine Demonstration gegen das Verbot gewalttätiger Computerspiele. Dabei wurde das Schachspiel als ältestes “Killerspiel” mit lebenden Personen insziniert. Von der Piratenpartei Bayern wurde die Aktion am gleichen Tag auch in Nürnberg umgesetzt. Mit viel Kunstblut wurden Bauern, Läufer und Damen gnadenlos geopfert und niedergemetzelt. Frei nach dem ehemaligen Schachweltmeister Bobby Fisher: “Beim Schach geht es darum, das Ich des Gegners zu unterwerfen, sein Ego zu zerbrechen und zu zermalmen, sein Selbstbewusstsein zu zertreten – und es zu verscharren, und seine ganze verachtenswerte, so genannte Persönlichkeit ein für alle Mal zu Tode zu zerhacken.”

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    Kategorie: Berlin, Kultur

    Tote Räume und städtische Ordnung

    Vom 3. Dezember 2006

    PlanetJenseits großer Einkaufszentren, geordneter Parkanlagen und massenkompatibeler Museen für pseudokulturell interessierte Touristen besitzt Berlin eine Vielzahl interessanter, aber der Öffentlichkeit nicht zugänglicher Orte mit hohem historischem Wert und kulturellem Potential: Verfallene Arbeiterkathedralen, unterirdische Versorgungsanlagen oder stillgelegte U-Bahn-Schächte, ewige Rohbauten und großflächige Dachlandschaften.
    Sie dokumentieren und veranschaulichen Berlin und Teile seiner Geschichte sicherlich authentischer als es die rekonstruierten Fassaden des Stadtschlosses als Symbol des deutschen Kaiserreiches, jemals tun könnten.

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    Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: