Kategorie: Berlin, Aktivismus

Festival der Verbotenen Künste

Vom 17. Mai 2007

Hinweis: Verschoben auf Juli, Ort und Datum wird unter www.verbotene-kunst.de bekannt gegeben.Verbotene Kunst
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“Erschaffen bedeutet immer auf etwas anderem aufzubauen. Es gibt keine Kunst, die nicht wiederholt.”

Prof. Lawrence Lessig, Urheberrechtsexperte der Stanford University.
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Am 9. Juni 2007 veranstaltet die Piratenpartei ein Festival der Verbotenen Künste auf dem Bebelplatz in Berlin.
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Kunst ententsteht immer durch Aufgreifen und Verändern bestehender Gedanken, Ideen und Werke. Kunst als kreativer Ausdruck der Persönlichkeit ist niemals frei von äußeren Einflüssen – der kulturelle Schaffungsprozess wird immer von der umgebenden Gesellschaft beeinflusst. Die Dekonstruktion und Rekonstruktion von Kunst schafft neue Kunst. Das Urheberrecht kriminalisiert damit große Teile der zeitgenössischen Kunst.

Darf Kunst verboten sein?
Die Popart der Gegenwart basiert auf dem Remix verschiedener Quellen zu Klang- und Filmcollagen. Das digitale Zeitalter ermöglicht es jedem Menschen, kunstschaffend tätig zu werden. Millionen Nutzer von Plattformen wie YouTube oder ThePirateBay konsumieren täglich verbotene Kunst. Das Verarbeiten von kulturellen Eindrücken ist Teil unserer Meinungsfreiheit und sollte eine Grundfertigkeit sein wie lesen und schreiben.
Fremdes Material spielt in Filmen eine gewichtige Rolle: Viele Dokumentarfilme sind ohne Ausschnitte aus anderen Filmen oder Fernsehbeiträgen nicht denkbar. Videokünstler oder Experimentalfilmer arbeiten oft intensiv mit fremden Sequenzen. Doch Filme und Fernsehsendungen sind urheberrechtlich geschützt, so dass diese in der Praxis nur von kommerziellen Produktionen mit Rechtsabteilung und großen Budget weiterentwickelt werden können. Die Mehrheit der unabhängigen Künstler schwebt mit ihren Werken immer zwischen Kunst und Kriminalität.

Wir vernichten verbotene Kunst
Um die Absurdität der Rechtslage darzustellen, vernichten die Piraten im Rahmen einer Kunstperformance demonstrativ Kunst die gegen das Urheberrecht verstößt. Der Bebelplatz als Ort der Bücherverbrennung steht als Mahnmal gegen Zensur und Verbot von geistigen Werken.
Die Piraten treten für freie künstlerische Entfaltungsmöglichkeiten ein und sind gegen jegliche Einschränkungen und Verbote. Kunst ist eines der wichtigsten Gesellschaftsgüter, deren Schutz und Verbreitung es sicherzustellen gilt. Demokratie braucht eine lebendige und vielfältige Kultur.
Wir bieten eine Kunstvorführung mit bekannten Videokünstlern und Musikern zu freiem Eintritt.

9. Juni 2007 Berlin Bebelplatz. Beginn 18 Uhr.

2 Kommentare »

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Kommentar von rusty-spoon

17. Mai 2007 @ 17:48

super. solche aktionen lob ich mir. die piratenpartei sollte auf jeden fall unterstützt werden. setzt banner und ähnliches auf eure hp :-)

*agitier*

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Kommentar von admin

29. Mai 2007 @ 10:18

Offener Brief an die Kommission Kunst im öffentlichen Raum, Berlin, betreffend der Entscheidung der Berliner “Kommission Kunst im öffentlichen Raum” des Grünflächenamtes, die Durchführung der geplanten Kunstperformance “Verbotene Kunst” auf dem Bebelplatz zu untersagen.

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